[ 13.Dez 2011 | |No Comment ]
Wirtschaftswunder

Allrounder seit 1966 zuverlässig im Einsatz

Arburg-Gesellschafter Eugen Hehl (rechts) gratuliert Dr. Andreas Lederer, Geschäftsführer der Firma Wilh. Wissner in Göppingen: Das Unternehmen hatte sich mit einem Allrounder aus dem Jahr 1966 am Jubiläumswettbewerb „Wirtschaftswunder“ beteiligt und als Hauptpreis einen elektrischen Allrounder 370 E gewonnen.

Arburg-Gesellschafter Eugen Hehl (rechts) gratuliert Dr. Andreas Lederer, Geschäftsführer der Firma Wilh. Wissner in Göppingen: Das Unternehmen hatte sich mit einem Allrounder aus dem Jahr 1966 am Jubiläumswettbewerb „Wirtschaftswunder“ beteiligt und als Hauptpreis einen elektrischen Allrounder 370 E gewonnen.

Als Höhepunkt des Jubiläums „50 Jahre Allrounder“ hatte Arburg zur Fachmesse Fakuma 2011 den Jubiläumswettbewerb „Wirtschaftswunder“ ausgeschrieben. Gesucht wurde der älteste noch produzierende Allrounder in Erstbesitz. Zu gewinnen gab es eine Maschine der neuen elektrischen Baureihe Edrive. Der Preis ging an die Göppinger Firma Wilh. Wissner, die auf ihrer 1966 erworbenen Spritzgießmaschine seit 45 Jahren Bandlaschen für Strumpfhalter fertigt. Im Rahmen einer Feierstunde in Loßburg überreichte Arburg-Gesellschafter Eugen Hehl am 8. Dezember 2011 im Beisein der geschäftsführenden Gesellschafter Juliane Hehl, Michael Hehl und Renate Keinath sowie der Geschäftsführer Helmut Heinson und Michael Grandt einen Allrounder 370 E.

„Ich freue mich sehr, dass unsere Technik von damals noch heute funktioniert und zuverlässig im Einsatz ist“, sagte Gesellschafter Eugen Hehl bei der Übergabe der Jubiläumsmaschine: Mit unserem neuen elektrischen Allrounder E 370 werden Sie künftig noch mehr Einsatzmöglichkeiten haben.“

„Genau das haben wir auch vor. Die hochwertige Edrive-Maschine passt bestens in unser Konzept“, freut sich Wissner-Geschäftsführer Dr. Andreas Lederer und fügt mit einem Augenzwinkern an: „Da wir wissen, dass Arburg ausgereifte Technik und perfekten Service bietet, werden wir die Erfolgsgeschichte Allrounder fortsetzen und auch diese Maschine einige Jahrzehnte in Betrieb haben.“

Allrounder seit 1966 pausenlos im Einsatz

Begleitet wurde Dr. Andreas Lederer von Betriebsleiter Siegfried Eberle und dem Pensionär Bernhard Nägele, der die zum Wettbewerb nominierte Maschine, einen Allrounder 150, im Herbst 1966 für die Fertigung von Strumpfhaltern in Betrieb genommen hatte. Schon damals konzipierte Wissner eine Lösung, um den Stoff automatisch zuzuführen, bevor die Bandlasche durch Aufspritzen einer Kunststoffkomponente komplettiert wird. Bis heute, also seit 45 Jahren, fertigt der Allrounder 150 das gleiche Produkt.

Langlebige Maschinentechnik aus Loßburg

Wie leistungsfähig und langlebig die ersten Allrounder generell waren, belegt auch die Tatsache, dass sich 160 Firmen – aus Deutschland, Europa und sogar Südafrika – am Jubiläumswettbewerb beteiligt hatten. Alle setzen ihre Allrounder bis heute in der Spritzteilproduktion ein. Die Erfolgsgeschichte der Allrounder-Spritzgießmaschinen durch fünf Jahrzehnte ist wahrhaftig ein Wirtschaftswunder – für die Kunden, für die Branche und natürlich auch für Arburg. 1961 revolutionierte die Erfindung des Allrounder-Prinzips die bisherige Vorstellung vom Spritzgießen. Erstmals war es möglich mit einer Maschine durch Schwenken der Schließeinheit und Umstecken der Spritzeinheit in unterschiedlichen Arbeitsstellungen zu produzieren. Neue, moderne Anwendungsverfahren wurden so erst möglich. Im Laufe der Jahre hat sich aus dem Allrounder-Prinzip die einzigartige Modularität der Allrounder-Spritzgießmaschinen entwickelt. War 1961 der Allrounder eine Maschine für alle Anwendungen, lässt sich heute dank einzigartiger Modularität für jede Anwendung die ideale Maschine individuell konfigurieren. So erfüllen die Allrounder heute punktgenau die Kundenwünsche und anwendungsspezifische Anforderungen. Seit der Markteinführung der ersten Allrounder zeichnen sich die Arburg-Maschinen durch ihre Präzision und Zuverlässigkeit aus. Alle Allrounder werden zentral am Produktionsstandort Loßburg mit dem Qualitätssiegel „made by Arburg – made in Germany“ gefertigt.

 

Gewinnermaschine fertigt Dessous-Accessoires

Bei der Firma Wissner sind heute rund ein Dutzend Allrounder im Einsatz, darunter auch Modelle der ersten Generation. Daneben investiert das Unternehmen regelmäßig in neue Maschinen. Gefertigt werden Komponenten für Dessous und Orthopädie, die stützen, formen, halten, verstellen und verschließen. Neben Strumpfhaltern sind das z. B. Bikiniverschlüsse, BH-Bügel und Bandagenzubehör. Mit dem neuen Allrounder 370 E will das Unternehmen unter anderem neue Produkte für die Orthopädie und Medizintechnik entwickeln und fertigen.



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Ein Beitrag der Kunststoffreport-Redaktion.

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