[ 5.Aug 2009 | |3 Comments ]
Weiterbildung

Ausbildung fertig – Was nun?

ausbildung

Diese Frage stellen sich jedes Jahr die (Ex-)Prüfling nach der erfolgreich abgeschlossene Ausbildung. Während sich ein Teil freut die Schule endlich hintersich lassen zu können schauen lediglich 3% der Absolventen nach weitere Möglichkeiten sich besser zu  Qualifizieren um später ein besser bezahlten Job mit mehr Aufstiegschancen erhalten zu können.

Doch welche Möglichkeiten haben ausgebildete Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik?

Für fast alle weitere Qualifikation ist in den meisten Fällen die Mittlerereife (Realschulabschluss) voraussetzung.

Lehrlinge mit Hauptschulabschluss

Aus diesen Grund bieten die meisten Berufsschulen während der Ausbildung kostenlos den Erwerb der Mittlerenreife für die Auszubildene mit Hauptschulabschloss nachholen zu können. Der Unterricht findet meist 1x in der Woche für ein halbes Schuljahr nach dem regulären Berufsschule statt mit je 90 Min Englischunterricht.  Wer erfolgreich teilgenommen hat somit am Ende der Ausbildung nicht nur den Facharbeiterbrief in der Tasche sondern auch ein Realschulabschluss.

Lehrlinge mit Mittlererreife ohne Qualifikation

Lehrlinge die zu Ausbildungsbeginn die Mittlerereife haben bzw. während der Ausbildung ihre Mittlerereife nachholen wie oben genannt  erhalten nach erfolgreicher bestandene Ausbildung zum Facharbeiterbrief zusätzlich die Fachqualifikation. Zumit stehen dann einige Türen zum weiteren beruflichen Werdegang offen.

Ausbilder

Der schnellste und einfachste Weg wäre der Ausbilderschein.  Dies dauert nur einige Woche.

Theoretisch könnte man sich einfach bei seiner IHK zu einer Prüfung anmelden. Dieswäre jedoch nicht unebdingt zu  empfehlen, da in den Vorbereitungskursen doch einigens z.B. zu Gesetzen und Verordungen gesagt wird, das auch tatsächlich in dem echten Ausbilderleben benötigt wird. Zudem wird auch die Prüfung zum Ausbilder besprochen und geübt. Die Vorbereitungskurse gibt es in unterschiedlicher Form.en Bei manchen IHKs kann man die Vorbereitung in Abendschule oder an Wochenenden machen, manchmal kann man auch einen Online-Kurs besuchen. Auch dazu solltet Ihr Euch bei eurer IHK informieren.

U.a. ist es Voraussetzung mindesten 24 Jahre alt zu sein.  Alles weitere zum Ausbilderschein ist im folgenden Link vom Bundesministerium für Bildung detailiert aufgelistet.

Ausbilder-Eignungsverordnung (pdf)

Siet dem 1.8.2009 gibt es einige kleine Änderungen in der Ausbilder-Eignungsverordnung. Änderungen hier.

Geprüfter Industriemeister (Fachrichtung Kunststoff und Kautschuktechnik)

Der nächst höhere Abschluss wäre eine Ausbildung zum Industriemeister. Je anch Region kann man nicht nur einen allgemeinen Industriemeisterprüfung ablegen sondern in den Hochburgen der Kunststoffverarbeitende Regionen sogar mit der Fachrichtung Kunststoff und Kautschuktechnik.

Als Meister nimmt man z.B. in der Produktion oder Werkstatt eine Stellung als Schichtführer bzw. Vorgesetzter der Mitarbeiter
ein.

Voraussetzung

Es gibt 3 verschieden Voraussetzung um die Zulassungsvoraussetuung zu erfüllen

  1. Möglichkeit:  Eine erfolgreiche Abgeschlossene Berufsausbildung in einem Kunststoff/ Kautschukberuf und 3 jährige praxtische Berufserfahrung in einem der K. u. K. Beruf, wobei die Ausbildung nicht mitgezählt werden darf.
  2. Möglichkeit: Eine anerkannten Ausbildungsberuf erfolgreich beendet zu haben in einem industrieberuf (Metall, Elektro, Holz, Chemie) sowie 4 jährige Berufserfahrung in einem K.u. K. Beruf.
  3. Möglichkeit ohne gültigen Berufsabschkuss, mindesten eine 8 jährige einschlägige Berufspraxis in einem K. u. K. Beruf.

Dauer

- Vollzeit (Mo-Fr; ca 8Std. pro Tag) ca. 6-12 Monate.

- Teilzeit als Abendkurs 2 x wöchentlich + jeden zweiten Samstag, ca. 12 -24 Monate.

- Teilzeit Samstagslehrgang, jeden Samstag ca. 24 – 36Monate.

Die Zeiten sind abhängig von der Unterrichtsdauer der einzelene Lehrinstitute.

Jedoch sollte bei der Überlegung den Industriemeister nicht vergessen werden das einige größere Posten an Kosten zusammenkommen in den Ausbildungszeit. Man kan ca. mit etwas mehr als 4000€ rechnen.

Weitere Informationen: Verordnung über die Prüfung zum Gerüften Industriemeister Fachriuchtung Kunststoff und Kautschuk

Staatlich geprüfter Techniker

Als nächst höhere weitere Ausbildung wäre der Techniker.  Ist im beruflichen Status zwischen Meister und Ingenieur anzusiedeln. Als Staatlich geprüfter Techniker arbeitet man in der Regel z.B. in der Planung, Entwicklung, Konstruktion, Arbeitsvorbereitung. Ist von Lernstoff schwieriger und Zeitintensiver Zahlt sich aber später im Gehalt aus.

Voraussetzung

1. Möglichkeit: Eine erfolgreiche Abgeschlossen Berufausbildung + zusätzlich 2 jährige Berufserfahrung im Fachgebiet der Technikerausbildung.

2. Möglichkeit: Mind. 7 jährige Beruflichetätigkeit im Fachgebiet des jeweiligen Technikerausbildung.

Dauer

Vollzeit: 2 Jahre von Montag bis Freitag mit ca. 8 Std pro Tag.

Teilzeit: 4 Jahre Abends – 2+ wöchentlich (ca. 16 – 21) + jeden Samstag (7 -12)

Die entstehende Kosten sind geringfügig. Normales Schulmaterial + einige kleine Zusatzqualifikationen.

Fachabitur

Eine Interessante Sache für diejenigen die sich überlegen doch noch zu Studieren und sich 100% sicher sind  können ein Fachabitur in Maschinebau machen.

Voraussetzung

Mittlerereife + Berufsschulabschluss in einem Industrieberuf (Elektro, Metall, …).

Dauer

Vollzeit: 12 Monate – Montags bis Freitag je 6 Std.

Teilzeit: 24 Monate -  Im 1.Jahr  2* wöchentlich, im 2.Jahr 2*wöchentlich + jeden 2 Samstag

Kosten: Nur eigenes Schulmaterial.

Vorteil: schnellse Möglichkeit zum Studium.

Alternative

Wer sich nicht ganz sicher ist ob er Studieren möchte, sich aber jedoch Weiterbilden möchte erhält mit den Erwerb des Technikers auch die Zulassung zum Studieren an der Fachhochschule. Optional ist somit das Studium dann immer noch offen. Beim Industriemeister muss zulässig eine Eigungsprüfung an der Fachhochschule abgelegt werden.

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Es gibt eine kleine gesetzliche Lücke bei der Voraussetzung! Die einige Schulen die Industriemeister, Techniker und Fachabiturienten ausbilden auch nutzen.

Im Detail steht bei der Voraussetzung dass Voraussetzunge erst zum Prüfungszeitpunkt vorliegen müssen und nicht zu beginn der Ausbildung.

Daher wer lieber es schnell zum Ziel kommen will an seiner Bildungsstätte nachfragen ob es dort auch der Fall ist.

Dies ist z.B. in Hagen (Westf) der Fall. Das Abi kann somit ab den 2 Lehrjahr in Teilzeit gleichzeitg gemacht werden und somit ist man nach der Beruflichen Ausbildung auch mit dem Abi fertig und kann direkt studieren.

Genau so wie bei den Techniker.

Fachrichtung Kunststoff und Kautschuktechnik

Leider bilden sehr wenige Bildungstsätten die Fachrichtung Kunststoff und Kautschuktechnik aus.  Nachfolgend ist ein Link zu einer interaktive Karte von Deutschland mit einer Übersicht welche Schulen bzw. IHKs diese Fachrichtung anbieten. Sollte keine in der Nähe sein sollte man einfach den Allgemeinen Abschluss machen.

Übersichtskarte Deutschland für Weiterbildung in Kunststofftechnik für Techniker und Industriemeister

(Es öffnet sich ein Popup Fenster dort dann auf “WEITER”  und dann auf “Weiterbildung nach der Ausbildung” klicken.)

Weitere Links

Link: Finde deine IHK



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Der Autor


Herausgeber von Kunststoffreport.de Hauptberuflich: Verfahrensmechaniker für Kunststoff- & Kautschuktechnik im Technikum. Nach seiner Lehre als Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik startete er neben seiner Arbeit an der Abendschule sein Technisches Abitur, dass er im Februar 2010 erfolgreich beendete. Seit Sommer 2010 studiert er Kunststofftechnik.

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Leserkommentare: 3 Kommentare

  1. Eva Lena sagt:

    Es wäre vielleicht für einige noch interessant ob man mit einer dieser Qualifizierungen die Möglichkeit hat, der Schichtarbeit zu entkommen…

  2. Tamer sagt:

    Hallo Eva Lena,

    die Schichtarbeit hängt nicht von der Qualifizierung ab. Sondern viel mehr vom Unternehmen und deren Besonderheiten ab.

    Jedoch sinkt die wahrscheinlichkeit mit höherer Qualifikation in die Schichtarbeit zu rutschen.

    Doch Achtung! Die Martkwirtschaft ändert sich derzeitig und somit die Arbeitsbedingungen auch. Schon jetzt kann man in vielen (groß) Betrieben beobachten, dass Projektteams, Führungskräfte, Ingenieure, Manager, etc. auch in Schichten arbeiten.

    Der Grund liegt wie schon im Artikel “Simultaneous Engineering” genannt, immer kürzere Produktentwicklungszeiten (Time-to-Market). Automotive Unternehmen und deren Entwicklungsteams arbeiten derzeitig schon in 2-Schichten um die Produkte zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen. Dementsprechend müssen die Zulieferer wie es die meisten Kunststofffirmen sind auch in dieser Zeit für die Kunden erreichbar sein und ihre Arbeit erledigen.

    Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

  3. TOLGA sagt:

    Hallo also wie ich das verstanden habe, wenn man staatliche anerkannter chemikant ist aber einen abgangszeugniss in der Berufsschule hat ist der weg für eine Weiterbildung hier für mich beendet?

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