[ 22.Feb 2010 | |One Comment ]
WKZ-Normalien

Datumsstempel mit Einrastfunktion

opitz normalien datumsuhr

Wer kennt es nicht? Datumsuhren mit einer ungünstigen Einbauposition bzw. ohne Rastkugeln die sich während der Produktion selbstständig bei hohem Einspritzdruck verstellen. Oder Datumsuhren mit einer Rastfunktion, die allerdings oftmals eine demontage des Werkzeuges benötigen zur Datumseinstellung.

Viele Normaline-Hersteller lösen das Problem mit Einsatz eines federnden Druckstücks oder eines O-Rings. Derartige Druckstücke sind jedoch anfälliger für Verschmutzungen und hohe Temperaturen, zudem erhöhen sie das Drehmoment des Mitteleinsatzes oft nicht ausreichend. O-Ringe werden mit der Zeit spröde und sind gerade bei Hochtemperaturformen nicht für den Dauereinsatz geeignet.

Der Normalienhersteller Opitz gibt an, nun eine Lösung gefunden zu haben durch einen neuen konstruktiven Ansatz.  Der neue Typ Dati 2900 komme ohne zusätzliche bewegliche Teile aus und ist mit einer mechanischen Verriegelung versehen, welche direkt in den Stelleinsatz und die Hülse des Stempels eingearbeitet ist. Das mache den Stempel auch weitgehend unanfällig gegen Verschmutzung. Der größte Vorteil sei jedoch, dass die Verriegelung mit Zunahme des Spritzdruckes fester wird, so das ein selbstständiges Verstellen dieses Datumstempels im Werkzeug nicht möglich sei.

Ein interessanter Vorteil ist – neben der Anwendungssicherheit – die Möglichkeit, den Stempel einfach nach Gefühl bzw. Gehör einzustellen. Jede Zahlenposition hat einen gut fühlbaren Einrastpunkt. Das Einrasten wird mit einem gut hörbaren Klicken bestätigt. Gerade bei großen Formen oder schlecht einsehbarem Datumstempel erleichtert das die Bedienung. Der Mitteleinsatz des Stempels ist wie gewohnt von vorne, ohne eine Demontage des Stempels, auswechselbar.

Nach Angaben von Opitz haben zahlreiche Tests in „Problemwerkzeugen“ von Kunden überzeugende Ergebnisse erbracht, dass diese Stempelbauart in das normale Katalogprogramm im Herbst 2009 aufgenommen worden sei. Verfügbar sind die neuen Datumsstempel derzeitig  in den Durchmessern zwischen 4 und 16 Millimeter.

Kunststoffreport: Praxistest von unserer Seite folgt in naher Zukunft.



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Der Autor


seit 2001 Kunststofftechniker. Arbeitetet im Großraum Berlin als Freiberufler in diversen Kunststoffprojekten als Unabhängiger Berater.

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Leserkommentare: 1 Kommentare

  1. Tamer sagt:

    Bin mal auf ein Praxistest gespannt. Denke die ganzen Verschmutzungen könnten auch dieses System negativ beeinflussen, z.B: festsitzende Verdrehschraube.

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