[ 4.Mrz 2011 | |No Comment ]
Großeinsatz für Bioplastik:

Die Jecken trinken 2011 aus Bioplastik

Schmeckt auch aus Bioplastik das traditions Bier "Kölsch" im Straßenkarneval

Schmeckt auch aus Bioplastik das traditions Bier "Kölsch" im Straßenkarneval.

Mehr als 1 Million Bio-Becher in Kölner Straßenkarneval.

Mit dem Start des Kölner Straßenkarnevals beginnt auch ein Großeinsatz für Bioplastikbecher in Deutschland. In der Woche vom 3. bis 9. März, vor allem an Weiberfastnacht, am Karnevalssamstag und Rosenmontag werden wieder über 1 Millionen Menschen auf den Straßen der Domstadt erwartet, um den Karneval 2011 zu feiern. Aufs Trinken will dabei kaum einer verzichten. Um die Verletzungsgefahr durch zerbrochene Gläser und Flaschen zu bannen, werden alle kalten Getränke an diesen Tagen ausschließlich in biobasierten Kunststoffbechern ausgeschenkt. Der aus Sicherheitsgründen erforderliche Verzicht auf Gläser und Flaschen im Straßenkarneval bietet jedoch auch die Chance, aus der Not eine Tugend zu machen. So trägt der Einsatz von Biobecher auf den Kölner Karneval einen Beitrag zum Klimaschutz bei.

0% Erdöl – 100% Pflanzen

Sie werden zu 100 Prozent auf Pflanzenbasis hergestellt, auf das sonst bei der Produktion von Plastikbechern übliche Erdöl wird verzichtet. „Wir haben bereits im vergangenen Jahr Biokunststoffbecher beim Kölner Karneval eingesetzt, und sie haben sich bewährt. Diese Becher sind nicht nur sicher und hygienisch, sie schonen auch die Umwelt“, erläutert Markus Ritterbach, der Präsident des Kölner Festkomitees.  Denn nicht nur bei der Herstellung sondern auch bei der Entsorgung der „Bioware“-Becher entsteht deutlich weniger CO2 .

Insgesamt kommen an Weiberfastnacht, Karnevalssamstag und Rosenmontag etwa eine Million der Becher zum Einsatz. Äußerlich unterscheidet sich die Bio-Variante nicht vom herkömmlichen Plastikbecher. Sie ist ebenso stabil, und der Geschmack der Getränke wird nicht beeinflusst. Ihren Ursprung haben die Bio-Becher auf dem Acker. Aus nachwachsenden Rohstoffen wird Zucker als Basis für die Herstellung des Biokunststoffs gewonnen. Erdöl, das für herkömmliches Plastik als Rohstoff verwendet wird, ist bei diesen Bechern nicht mehr erforderlich.

CO2-reduzierter Karneval

Bioware Getränkebecher aus dem Biokunststoff Ingeo von Huhtamaki

Bioware Getränkebecher aus dem Biokunststoff Ingeo von Huhtamaki

Wer seinen Becher geleert hat, sollte ihn trotz Bio-Kenn-zeichnung an der Unterseite nicht einfach wegwerfen. „Wir wollen natürlich auch, dass alle Becher während des Karnevals in die dafür vorgesehenen Müllbehälter geworfen werden“, erklärt Markus Ritterbach. Zwar können die Becher recycelt und das daraus gewonnene Material zur Herstellung neuer Produkte genutzt werden, das setzt aber eine sortenreine Sammlung der Becher voraus, die unter den besonderen Bedingungen des Straßenkarnevals nur schwer möglich ist. Die Reste der Karnevalsfeiern werden von der Stadtreinigung eingesammelt und thermisch verwertet. „Die Bioware-Becher aus dem Biokunststoff Ingeo setzen bei ihrer thermischen Verwertung aber nur so viel CO2 frei, wie die zur Produktion verwendeten Pflanzen während ihres Wachstums aus der Atmosphäre zuvor gespeichert haben“, erklärt  Andreas Hees vom Kunststoffhersteller Huhtamaki Deutschland.
An die Getränkestände des Kölner Straßenkarnevals gelangen die Becher über einen Großhändler. Auch bei der Auslieferung achtet das Festkomitee darauf, dass die Umwelt geschont wird: „Jede Verkaufsstelle wird einmal am Veranstaltungstag beliefert, denn weniger Fahrten pro Lieferung bedeuten auch geringere CO2-Emissionen“, sagt Markus Ritterbach.



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Ein Beitrag der Kunststoffreport-Redaktion.

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