[ 7.Nov 2012 | |No Comment ]

Doppelschneckenextrudern senken und steigern Flexibilität

Um wirtschaftlich produzieren zu können, sind Rohrhersteller angesichts ständig wachsender Materialkosten mehr und mehr gezwungen, Rohstoffe mit möglichst hohem Füllstoffanteil zu verarbeiten. Ab sofort bietet hierfür KraussMaffei Berstorff ein effizientes Verfahren mittels einer Speziallösung seiner langjährig bewährten 36D Doppelschnecke mit Einfachentgasung, die mit einer Multikomponenten-Gravimetrik ausgestattet ist.

KraussMaffei Berstorff 36D Doppelschneckenextruder

KraussMaffei Berstorff 36D Doppelschneckenextruder KMD 90-36 E/R mit Multikomponenten – Gravimetrik zur Verarbeitung von hochgefüllten Materialien (Bild: Krauss Maffei Berstorff)

„Wir haben das neuartige Maschinenkonzept mit einer Multikomponenten-Gravimetrik mit bis zu sechs Komponenten ausgerüstet, wobei je drei Komponenten gravimetrisch beziehungsweise volumetrisch zudosiert werden können“, erläutert Michael Hofhus, Leiter der Produktgruppe Rohrextrusion bei KraussMaffei Berstorff. Das Konzept bietet dem Produzenten enorme Materialkostenersparnisse, da es die maximale Zudosierung kosten senkender Materialmischungen ermöglicht. So können über die gravimetrische Verwiegung sowohl hochgefüllte Dryblends (bis zu 100 Prozent der Gesamtausstoßleistung), Regenerate und Regranulate (bis zu 20 Prozent der Gesamtausstoßleistung) oder auch reine Kreide (bis zu 40 Prozent der Gesamtausstoßleistung) verarbeitet werden, meist für den Einsatz von Abwasserrohren.

Maximale Flexibilität im Produktionsprozess

Über die volumetrische Zudosierung können beispielsweise Treibmittel in Microgranulatform (je nach Anwendung bis zu drei Prozent der maximalen Ausstoßleistung) für die Produktion von beispielsweise Schaumkernrohren oder Farbmasterbatches (bis maximal fünf Prozent) zugeführt werden. Für diese Anwendung ist das System mit einem entsprechenden Vorratsbehälter und einem Saugfördergerät ausgestattet. Zudem kann durch die Zudosierung von sogenannten Einfriermischungen das Festkleben von PVC-Resten im Extruder beim Abstellen der Anlage vermieden werden. „Neben dem enormen Wettbewerbsvorteil, den der Kunde durch die hohe Flexibilität erreicht, profitiert er zudem von einer sehr einfachen Materialförderung und –handhabung“, ergänzt Hofhus. Das in Standardanlagen notwendige und aufwendige Mischverfahren entfällt hier. Außerdem verhindert das Konzept eine Entmischung des Materials. Der Prozess der Materialförderung ist sehr flexibel gestaltet, so dass zu jeder Zeit die Anteile der Einzelkomponenten der Mischung geändert werden können.

Bewährtes 36D-Schneckenkonzept geeignet für Rohr-, Profil und Plattenproduktion

Das bewährte Verfahrenskonzept der 36D Doppelschneckentechnologie mit Einfachentgasung gewährleistet zudem eine absolut sichere Materialentgasung. Die wolframcarbidbeschichtete Verfahrenseinheit bietet den sicheren Verschleißschutz, der für die Verarbeitung von hochgefüllten Materialien notwendig ist. Neben der Rohrproduktion kann das Dosiersystem ebenfalls für die Platten- und Profilproduktion sowie für die Granulierung verwendet werden.

Aktuelle Anlagen für türkischen Kunden Hakan

Erst kürzlich wurden mehrere Maschinen dieser Ausstattung in verschiedenen Baugrößen bei dem langjährigen und überzeugten KraussMaffei Berstorff Kunden Hakan installiert. Als eines der führenden türkischen Kunststoffhersteller für Rohre und Fittinge hat das Unternehmen Mitte 2012 im Rahmen eines Expansionsprogramms mit KraussMaffei Berstorff Maschinen seine Produktionskapazitäten für PVC-Abwasserrohre erweitert.



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Ein Beitrag der Kunststoffreport-Redaktion.

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