[ 22.Jun 2012 | |No Comment ]
Hybridbauteile

Innovationsforum „Verfahrensintegration“ in Dortmund

Das Innovationsforum Verfahrensintegration beleuchtet die kostengünstige Herstellung von Hybridbauteilen aus Metall und Kunststoff – ein wichtiges Thema für Deutschlands produzierende Industrie und speziell für Nordrhein Westfalen.

Die Themen und Referenten der Veranstaltung sind vielfältig und reichen von den Themenbereichen Automotive und Telekommunikation über die Heiz- und Klimatechnik bis hin zur Bauteilprüfung und Automatisierung. Innerhalb des Kongresses wird nicht nur der aktuelle Stand der Technik behandelt, sondern auch der Blick nach vorn gewagt.

Das Innovationsforum findet am 4. und 5. Juli 2012 mitten im größten zusammenhängenden Industriegebiet Europas und zudem in einer Region statt, in der Metall- und Kunststoffverarbeitung eine lange Tradition haben. Allein in Südwestfalen liefern einige Hundert Unternehmen direkt an die Automobilhersteller – mit enormen Mengen an Metall- und Kunststoffteilen. In Ostwestfalen-Lippe agieren Schwergewichte der Kunststoff verarbeitenden Industrie. Und was die Metallverarbeitung betrifft: In Südwestfalen dominiert die Oberflächentechnik, im Märkischen Kreis arbeiten Walzwerke, Drahtziehereien und Blechverarbeiter, in Velbert und Heiligenhaus kennt man sich aus mit Schließen und Sichern. Auf vielen dieser Fachgebiete kann eine integrierte Herstellung von Metall- und Kunststoffbauteilen große wirtschaftliche Vorteile bringen.

Die Haftungsfrage wird geklärt

Somit werden Themen wie beispielsweise das Hinterspritzen von Blechen für dekorative Anwendungen in den Vorträgen diskutiert. Hierbei bleibt die Haftungsfrage nicht ungeklärt und wird durch separate Beiträge beantwortet und durch eine Vielzahl von Praxisbeispielen untermauert. Neben den Metallen werden auch weitere Dekore angesprochen bis hin zur integrierten Umformung von Metallblechen durch den Spritzgießprozess. Ziel ist es auch hier, Fertigungsketten zu verkürzen und den Stanz- und Umformprozess in das Spritzgießwerkzeug zu verlagern.

Neben den dekorativen Anwendungen kommend die technischen Produkte aber nicht zu kurz und liegen im Fokus des ersten Veranstaltungstages. Darüber hinaus wird sich auch sehr kritisch mit der spritzgießtechnischen Bauteilherstellung auseinandergesetzt und werden wirtschaftliche Vergleiche zur nachträglichen Montage gezogen. Bei den technischen Teilen sind vornehmlich Produkte wie Stecker, Spulen, Sensoren und deren Prüfung im Visier der Vortragenden.

Effiziente Produktion  – KnowHow für Werkstoff- und Verfahrensauswahl

Metall-Kunststoff-Bauteil Innovationsforum Verfahrensintegration Dortmund Westfalenhallen

Die kostengünstige Herstellung solcher Metall-/Kunststoff-Bauteile steht im Mittelpunkt des Innovationsforums Verfahrensintegration.

So widmet sich beispielsweise Prof. Dr. Friedhelm Schlösser von dem Unternehmen Vaillant nicht nur der technologischen, sondern auch der wirtschaftlichen Bewertung von hybriden Bauteilkonzepten. „Mehrwert durch Funktionsintegration beim Spritzgießen“ ist der Vortrag von Helmut Eckardt von Wittmann Battenfeld überschrieben. Und Oliver Giesen von Arburg nennt sein Thema „Hochflexible Fertigungskonzepte – Effiziente Produktion auch kleiner Losgrößen“.

Nicht nur Vertreter namhafter Unternehmen referieren im Rahmen des Innovationsforums, auch Fachinstitute bringen ihre Kompetenz ein. So spricht beispielsweise Marius Fedler vom Kunststoff-Institut Lüdenscheid über „Gezielte Werkstoff- und Verfahrensauswahl zum dichten Umspritzen von Einlegeteilen“. Hussain Muhammad Masood vom Institut für Umformtechnik und Leichtbau der TU Dortmund analysiert den Einfluss der Prozessparameter beim spritzgießtechnischen Umformen von Blechen.

Vertiefende Gespräche auf der begleitende Ausstellung

Dabei werden die Inhalte neben der Kongressveranstaltung um eine begleitende Ausstellung ergänzt. Hier haben die Fachbesucher die Gelegenheit, mit den Referenten und Ausstellern vertiefende und weiter führende Gespräche zu führen.

Das gesamte Programm mit allen Referenten ist im Internet einsehbar: www.innovationsforum-verfahrensintegration.de. Dort können sich Interessenten auch zur Teilnahme anmelden.

Das Innovationsforum Verfahrensintegration findet 2012 bereits zum dritten Mal statt. Für die Veranstaltung wird der Sachverstand ausgesuchter Partner aus dem Kunststoff- und Metallbereich genutzt. Verantwortlich für die Inhalte und die Durchführung des Innovationsforums Verfahrensintegration ist das Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH (K.I.M.W.) in Lüdenscheid. Fachliche Unterstützung erhält es vom IUL Institut für Umformtechnik und Leichtbau der TU Dortmund. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund fördert den Kongress.



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Ein Beitrag der Kunststoffreport-Redaktion.

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