Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik Kautschuk
Thema: Charles Goodyear und Fritz Hofmann
Mit der industriellen Revolution im 18. Jahrhundert entsteht ein großer Bedarf an Kautschuk, so dass sich viele Erfinder daran machen, die Eigenschaften des Kautschuk z. B. durch den Zusatz von Schwefel zu verbessern. 1839 entdeckt der US-Amerikaner Charles Goodyear durch Zufall, dass sich die Materialeigenschaften einer Mischung von Kautschuk und Schwefelpulver durch so genanntes Vulkanisieren bei hoher Temperatur wesentlich verbessern. Die Nachfrage nach Kautschuk steigt rasch an, aber die Kautschukbäume wachsen bislang nur vereinzelt im brasilianischen Urwald und die Gewinnung ist mühsam und teuer. 1910 gelingt es dem deutschen Chemiker Fritz Hofmann, aus Dimethylbutadien ein dem Naturkautschuk nahezu ebenbürtiges Gummi, den Methylkautschuk, herzustellen. Der Durchbruch des Synthesekautschuks kommt aber erst unter dem NS-Regime, das vom Importkautschuk unabhängig werden will. In der Nähe von Halle wird das BUNA-Werk gebaut und 1936 können die ersten Autoreifen präsentiert werden. Die nötigen Ausgangsstoffe werden aus den einheimischen Rohstoffen Kohle und Kalk gewonnen.
Weitere Infos zur Sendung unter:



