[ 2.Mai 2011 | |No Comment ]
Beheizte Parkhausrampe im Nürnberg

Innovative Kunststoff Systemlösung für elektrische Flächen­heizungen

[slideshow post_id="3309" exclude="3312" caption="on"]

Im Parkhaus Jakobsmarkt im Herzen der Nürnberger Altstadt können die rund 500.000 Einwohner der mittelfränkischen Großstadt ihr Auto bequem und gut behütet unterbringen – während einer klassischen Einkaufstour in der City, einem Besuch im nahegelegenen Germanischen Nationalmuseum oder auf dem Christkindlmarkt in der Adventszeit. Insgesamt stehen 456 Parkplätze zur Verfügung, auf denen 24 Stunden  rund um die Uhr geparkt werden kann.

Das Parkhaus verfügt über eine sehr lange und steile Einfahrtsrampe – was gerade im Winter problematisch werden kann. Für eine sichere Ab- und Auffahrt wurde bisher zwar immer mittels Schneeräumung und Salzstreuung gesorgt, doch diese Vorgehensweise hat auf Dauer zwei entscheidende Nachteile: Zum einen wird die Oberfläche durch das Abräumen mit dem Schneepflug mechanisch stark belastet und zum anderen werden die Auftausalze und damit zusätzliche Chloride durch den Verkehr im Parkhaus verteilt. Aus ökologischer Sicht ist der Verzicht auf Tausalze ohnehin sinnvoll.

Die Grafik zeigt den Systemaufbau der elektrischen Rampenheizung.Bei heftigem Niederschlag und sehr starken Minustemperaturen kann das Eis selbst bei gestreutem Tausalz oftmals nicht vollständig geschmolzen werden – die Einfahrtsrampe verwandelt sich dann in eine gefährliche Rutschbahn. Aus Sicherheitsgründen bestand hier dringender Handlungsbedarf. Auf Grund dessen und der Notwendigkeit, auf der Parkhausrampe – einem besonders schwierigen Bauteil – eine Sanierung vorzunehmen, entschied sich der Betreiber für eine elektrische Flächenheizung. Denn herkömmliche warmwasserbeheizte Rampen neigen aufgrund des hohen Temperaturgefälles zwischen Betonbauteil und Heizschleifen häufig zur Rissbildung. Daraus resultierende Folgeschäden sind nur durch einen sehr großen baulichen Aufwand wieder zu beheben.

Beim Einbau wird das Heizgewebe der elektrischen Flächenheizung in mehrere Schichten Epoxidharz einlaminiert. Für den Schutz der Oberfläche folgt zudem eine extrem robuste zweilagige Verschleißschicht aus einem Epoxidharz-Polyurethan Hybrid. Der Vertreiber des Gesamtsystems, die Firma STL Böden und Design GmbH aus Dresden, wählte Produkte zur Realisierung aus dem Hause Sika Deutschland GmbH.
Bei der Verschleißschicht entschied man sich für Sika Elastomastic TF. Bei diesem innovativen Produkt handelt es sich um eine reaktionshärtende, 2-kompo­nen­tige Epoxid-Polyurethanharz-Kombination zur Herstellung zähelastischer Beschichtungen. Es wird bereits seit Jahren als RHD-Belag zuverlässig auf Stahl- und Betonbrücken eingesetzt und hat alle entsprechenden Prüfungen durchlaufen. Die Vorteile sind vor allem die hohe chemische und mechanische Beständigkeit sowie die geringe Gesamtschichtdicke von nur ca. 6 bis 8 mm. Wasserführende Heizschleifen sind hier nicht notwendig und es kann zudem auf einen Estrichaufbau in mehreren Zentimetern Höhe vollkommen verzichtet werden.

Qualitätswerkstoffe und professionelle Verarbeitung
Nach der gründlichen Untergrundvorbereitung mittels Kugelstrahlen wurde die Rampe mit dem bewährten Allround-Epoxidharz Sikafloor-161 grundiert. Im Anschluss erfolgte die Installation der Temperatursensoren und elektrischen Leitungen für die Heizkreise. Danach wurde das zurechtgeschnittene Heizgewebe in das beschleunigte Epoxidharz Sikafloor-159 eingebettet, welches zuvor mit Quarzsand und Stellmittel verfüllt wurde. Es folgte eine Isolationsschicht, auf die ein Potenzialausgleichsgewebe aufgelegt wurde. Das Gewebe wurde daraufhin leitend verbunden, angeschlossen und in die erste Lage Sika Elastomastic TF einlaminiert. Die eigentliche Verschleißschicht aus Sika Elastomastic TF erhielt eine Abstreuung aus Chromerzschlacke der Körnung 2 bis 3 mm, um die Belastbarkeit zu erhöhen und eine hohe Griffigkeit zu gewährleisten.

Neben dem einfachen Aufbau der elektrischen Flächenheizung ist diese Variante wesentlich effizienter, energiesparender und somit ein positives Beispiel für Umweltfreundlichkeit. Darüber hinaus kann die Flächenheizung mit 230 Volt betrieben werden. Veränderungen der Elektrik innerhalb des Gebäudes sind somit nicht notwendig. Das System verfügt über eine TÜV-Zulassung und eine Kopplung an eine Photovoltaikanlage ist möglich, wenn die baulichen Gegebenheiten dies zulassen. Für eine reibungslose Installation bietet die Firma STL Böden und Design GmbH die Energieberechnung, die elektro- und bautechnische Planung, sowie den Einbau aller Komponenten aus einer technisch und handwerklich geschulten Hand an.

Nachdem die Flächenheizung im Parkhaus Jakobsmarkt erfolgreich eingebaut wurde, können die kalten Jahreszeiten künftig rutschfrei und gefahrenlos kommen.



Zum Beitrag

Weiterführende Links zum Beitrag:

Weitersagen:

Tags:

Ähnliche Artikel

Der Autor


Ein Beitrag der Kunststoffreport-Redaktion.

zurück nach oben ↑

Deine Meinung ist hier gefragt. Schreibe einen Kommentar!

Mit echten Menschen lässt es sich leichter kommunizieren! Ihr könnt hier offen eure Meinung zu dem Artikel sagen, aber bitte beachte die Netiquette und vermeide es andere zu beleidigen.

Pflichtfelder sind mit * markiert.