[ 4.Apr 2011 | |No Comment ]
Antennen

Kunststoff-Oberflächen, die es drauf haben

“]Solche Antennen wie rechts im Bild werden bald vom Satelliten »Sentinel« Daten zur Erde übermitteln. Möglich wird das erst durch die dünne Kupferschicht, die dem mit Kohlenstofffasern verstärkten Kunststoff eine gute Leitfähigkeit verleiht. [Foto:Fraunhofer IST]

Solche Antennen wie rechts im Bild werden bald vom Satelliten »Sentinel« Daten zur Erde übermitteln. Möglich wird das erst durch die dünne Kupferschicht, die dem mit Kohlenstofffasern verstärkten Kunststoff eine gute Leitfähigkeit verleiht. [Foto:Fraunhofer IST

Ob in der Raumfahrt, im Maschinenbau oder in der Verpackungsindustrie – Beschichtungen können Werkstoffe verbessern oder ihnen zusätzliche Funktionen geben. Auf der Hannover Messe (4. bis 8. April 2011) zeigen Fraunhofer-Institute am Gemeinschaftsstand in Halle 6, Stand H21 Verfahren, Materialien und Analysemethoden rund um das Thema Oberflächen.

Zuckerguss hält den Kuchen frisch, sieht gut aus und schmeckt lecker. Nötig ist er jedoch nicht. In anderen Bereichen erfüllen Beschichtungen hingegen wichtige Funktionen. So werden Kunststoffantennen erst leitfähig durch eine Kupferschicht.

Folien dichten besser ab durch eine Barrierebeschichtung. Doch im Gegensatz zum Glasieren eines Kuchens ist es häufig schwierig Werkstoffe zu beschichten. Am Oberflächen-Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe zeigen vier Fraunhofer-Institute verschiedene funktionelle Oberflächen, Beschichtungsverfahren sowie Techniken zur Analyse und Optimierung dieser Verfahren.

Kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFKs) sind Hochleistungswerkstoffe, die extrem leicht und gleichzeitig stabil sind. Sie sind daher besonders interessant für die Luft- und Raumfahrt, aber auch für andere Anwendungen. Viele Bauteile müssen jedoch zudem elektrisch leitfähig sein – eine Anforderung, die CFKs nur sehr schlecht erfüllen. Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST in Braunschweig haben eine Methode entwickelt, mit der sie Kunststoffe mit einer festhaftenden Metallschicht überziehen und sie dadurch besser leitfähig machen können. Dazu ist einige Vorbehandlung nötig. Zunächst rauen die Wissenschaftler mit einer nasschemischen Ätzmethode die Oberfläche des Kunststoffs auf. Nur so kann die Metallschicht fest daran haften. Dann bringen sie in einem Tauchverfahren eine ganz dünne elektrisch leitfähige Schicht auf. Diese ermöglicht erst den darauf folgenden galvanischen Beschichtungsprozess. Mit diesem Verfahren überzogen die Experten bereits Röhren aus CFK mit Kupfer. Diese Antennen werden bald vom Satelliten »Sentinel« Umwelt- und Sicherheitsdaten zur Erde übermitteln.

 



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Herausgeber von Kunststoffreport.de Gelernter Verfahrensmechaniker für Kunststoff- & Kautschuktechnik. Nach seiner Lehre als Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik startete er neben seiner Arbeit an der Abendschule sein Technisches Abitur, dass er im Februar 2010 erfolgreich beendete. Seit Sommer 2010 studiert er Kunststofftechnik.

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