[ 11.Okt 2009 | |2 Comments ]
Umwelt

Kunststoff und die Erdölkrise

öl

In der Boulevardpresse und auch oft im Bekanntenkreis muss sich der ein oder andere Tätige in der Kunststoffbranche sich sicherlich anhören, dass Kunststoffe die Umwelt belaste. Tatsächlich steigt die Kunststoffproduktion jährlich.

Dennoch gibt es zahllose wissenschaftliche Untersuchungen und Beweise, dass Kunststoffe und insbesondere Spritzgussteile dirket und indirekt durch Miniaturisierung und das leichte Gewicht erhebliche Einsparungen an Werkstoffmenge, Werkstoffgewicht und Raum gebracht haben.

Gewichteinsparung

Sie kennen das selbst: Je mehr Gewicht Sie mit sich herumtragen, desto mehr Energie brauchen Sie. Das Gleiche gilt für Ihr Auto: Je schwerer es ist, umso mehr Treibstoff verbraucht es – besonders ein kleineres Auto.

Wenn Sie 100 kg Ballast entfernen, können Sie bis zu einen Liter Benzin sparen. Hierzu kommen die Kunststoffe den Enegrieverbrauch zugute.

Benötigte Ölmenge zum Herstellen von Werkstoffe

Das Öläquivalent ist für Kunststoffe besonders günstig, wie die folgende Auflistung  zeigt:

Man benötigt zur Herstellung von Nötige Rohöl Menge
1 Liter Kunststoff 2 Liter Öl
1 Liter Stahl 6 Liter Öl
1 Liter Kupfer 12 Liter Öl
1 Liter Aluminium 17 Liter Öl

Erdöl Verbrauch der einzelnen Industriezweige

Die Kunststoffindustrie benötigt lediglich 4% der aus den Raffinerien kommenden Erdölprodukte.

Mit 35% und damit Spitzenreiter sind Heizungen der größte Abnehmer von Erdöl-Produkte. 32% Verkehr, 22% Krwaftwerke/Industrie und 7% Sonstiges.



Zum Beitrag

Weiterführende Links zum Beitrag:

Weitersagen:

Tags:

Ähnliche Artikel

Der Autor


seit 2001 Kunststofftechniker. Arbeitetet im Großraum Berlin als Freiberufler in diversen Kunststoffprojekten als Unabhängiger Berater.

zurück nach oben ↑

Leserkommentare: 2 Kommentare

  1. tim sagt:

    ich glaube nicht , dass wir nur 4% erdöl für kunststoffe verbrauchen. bei einer jahresförderung weltweit von 3,9 billionen tonnen rohöl sind 4% gleich 156 millionen tonnen Kunststoff.! 2007 sind aber weltweit angeblich 260 millionen tonnen kunststoff produziert worden sein. ?

  2. Ben sagt:

    Guten Tag Tim,

    nach unseren Recherchen wurden laut anerkannte Verbände im Jahr lediglich nur 3,9 Milliarden Tonnen Öl gefördert. Aber die Angaben schwankten stark. Zudem hatten vielen deutsche Quellen auch noch Übersetzungs- und Umrechnungsfehler von der englischen Originalquelle. Englische “Billion” sind keine deutsche Billionen, sondern dt. Milliarden.

    Desweiteren wird der Rohstoff Erdöl in den Ölraffinerien durch Destillation (destillieren = verdampfen) in mehrere Fraktionen (fraktionieren = aufteilen) zerlegt.
    Für die Kunststofferzeugung wichtigste Fraktion ist dann nur noch Naphta. Die anderen Bestantdeile werden für andere Stoffe weiter verwendet, wie z.B. Heizöl, etc..

    Außerdem zählen zu den 260 Tonnen Kunststoff auch noch die Bio-Kunststoffe, Kunststoffe die aus einen großen Anteil aus recycelten Kunststoffe erzeugt worden sind.

    Ebenfalls habe ich die Angabe von 4% geprüft. Diese können Sie auch nachlesen in den Jahresberichte des PlasticsEurope, der Verband der Kunststofferzeuger nachlesen.

    Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ben Geyer

Deine Meinung ist hier gefragt. Schreibe einen Kommentar!

Mit echten Menschen lässt es sich leichter kommunizieren! Ihr könnt hier offen eure Meinung zu dem Artikel sagen, aber bitte beachte die Netiquette und vermeide es andere zu beleidigen.

Pflichtfelder sind mit * markiert.