[ 18.Mai 2010 | |3 Comments ]
Alles neu macht der Mai

Kunststoffreport`s Zukunft: ein radikal neuer Ansatz?! [Update]

Die zukunft von Kunststoffreport - Re-Design

Zwar nutzt Kunststoffreport.de ganz offensichtlich das Internet, um seine Inhalte zu verbreiten. Aber Kunststoffreport tut dies wie viele ähnliche Websites, in einer Weise, die sich an Darstellungsformen und Arbeitsweisen alter Medien anlehnt. Bisher war es auch eine wunderbare Sache. Doch der Markt, das Leben und die Gesellschaft haben sich in den vergangenen Jahren dermaßen geändert, dass sich Print- und Online- Magazine ihre bisherige Arbeitsweisen überdenken und sich den neuen Herausforderungen stellen müssen.

Als Junges Online Blog-Magazine muss auch Kunststoffreport die Veränderungen der vergangenen Monate ernst nehmen. Das derzeitige 5-köpfige Team vom Kunststoffreport, hat sich nun mehrere Tage beraten, wie die Zukunft der Medien aussehen könne. Es kamen viele Fragen auf, die auch derzeitig jede andere Redaktion weltweit beschäftig. Doch gehen wir an dieser Stelle nicht auf Details ein. Was wir aber schon sagen können – Es muss sich was ändern.

Dabei wird es sehr viel mehr von dem geben, was den Lesern an dem Blog und dem Magazin schon heute gut gefällt.

Wegfallen wird, was über die letzten 1,5 Jahre mehr schlecht als recht funktioniert hat. Gerne würde wir euch schon jetzt alle – Lesern und (Werbe-)Kunden – teilhaben lassen. Dennoch lassen auch wir, wie die großen Produzenten in allen Industriezweigen nicht vorab in die Karten schauen. Trotzdem können wir euch heute schon einige Ansätze und deren Gründe Euch hier vorstellen. Gesapannt sind wir, ob und welche Reaktionen es darauf gibt.

Grundüberlegungen

Nachrichtenüberflutung

Aus journalistischer Sicht hat das Internet auf zwei Gebieten enorme Vorteile gegenüber anderen Medienformen wie Tageszeitung oder Fernsehen:

* 1. Schnelligkeit
* 2. Tiefgang

Schnelligkeit und Tiefgang? Beide Dinge widersprechen sich doch, aber in Kombination ergänzen sie sich auf geradezu wunderbare Weise. Wenn man es schafft, die ideale Brücke zu finden. Es gibt viele neue Techniken sicherlich auch viele unnütze. Jede Zielgruppe möchte und muss individuell angesprochen werden.

Leider geht es heute oftmals nur um Schnelligkeit. Die Informationsflut ist vergleichsweise zum Jahr 1990 um weit über 600% gestiegen. Die dieses Jahr erscheinen und teilweise schon im Markt integrierte Multimediageräte (iPad, Web-Handys, …) werden die Zahl und Möglichkeiten der Informationsbeschaffung nochmals um ca. das doppelte Sprengen und die Medienlandschaft, wie schon gesagt, drastisch verändern.

Für Firmen war es noch nie so leicht, Produktneuheiten zu präsentieren. Der größte Teil der Leser findet Werbung nervig. Doch Magazine können nicht ohne. Der Preis für Zeitschrift deckt in den meisten Fällen nur ein Bruchteil der Produktionskosten. Zeitschriften ohne Werbung sind deutlich so teuer, dass die meisten Leser abschrecken und doch das günstigere Magazine wählen mit dem höheren Werbeanteil. Somit wird auch schnell deutlich, die Zukunft wird nicht ohne gehen und soll auch gar nicht. Viel mehr muss nach neuen Wegen gesucht werden, um den Leser und den Werbekunden zusammenzufügen.
In einigen Branchen wurden schon einige neue Ansätze gefunden, die durchweg auf positives Feedback stießen, wohl bemerkt von beiden Seiten.

Werbung

Ein weiteres Problem tritt zudem im Werbebereich: Leser entwickeln immer stärkere “Werbe-Blindheit”. Dies ist der Fachbegriff für die Leser, meist Stammleser, die nach einer relativ kurzen Zeit bewusst und unbewusst im Unterbewusstsein die Werbeflächen geistig komplett ausblenden.

Viele Anbieter haben in Folge suboptimal reagiert: Die Seiten wurden immer mehr und mehr mit Bannerwerbung “zugekleistert”, sodass man stellenweise ohne Werbeblocker mehr Werbung als eigentlichen Inhalt sehen konnte. Das bedeutet aber nicht unbedingt mehr Klicks – denn in der Bannermasse gehen dann auch jene Banner unter, die vielleicht sogar interessant gewesen wären. Doch viel gravierender, die Stammbesucher, kehren dem Magazin den Rücken.

Kunststoffreport hat einige neue Wege entwickelt. Diese Wege sind in der Kunststoffbranche noch unberührt, treffen aber absolut den Zeitgeist. In den nächsten Wochen wird an der technischen Umsetzung gearbeitet und spätestens zum Beginn des 3.Quartals dieses Jahres die Marktreife erreichen.

Vertrauen

Die vergangenen knapp 1,5 Jahre wurde Kunststoffreport.de wie eine Art Magazin und ein leichten Hauch von persönlichen Blog betrieben. Der Name “Kunststoffreport – Online Blog-Magazin 2.0” kommt ja nicht von ungefähr. Womit wir auch einen gelungenen Übergang zum Thema “Vertrauen” finden. Leser vertrauen ihrem Lieblingsmagazin und zwar nur aus einem einzigen Grund. Magazine und Zeitungen sind unabhängig und neutral. Blogs haben haben eine persönliche Seite und die Autoren ein Gesicht, man kennt sie wie ein guten Freund. Meistens sind die Autoren eines Blogges ganz gewöhnliche Menschen wie Du und ich. Darum werden wir mit dem Re-Design euch auch das komplette Team vorstellen, was für alle wieder eine Menge Vorteile bringt.

Veränderung

Was wir hier vor uns sehen, ist die 1:1 Kopie alter Medien, übertragen ins Internet.

Für die bisherigen Ansprüche aller Beteiligten (Leser, Autoren, Werbekunden) reichte die Plattform von Kunststoffreport.
Das aber wird zu einem dem WWW mit seinen Möglichkeiten überhaupt nicht mehr gerecht. Und zum anderen ist es für uns paar Mäneckes immer schwerer, saubere Arbeit abzuliefern und umzusetzen. Und das ist für uns genauso unbefriedigend wie für Euch. Es dürfen ruhig mehr Artikel in der Woche werden, aber die Interessantesten dürfen auch in der Infoflut nicht untergehen. Dies ist ein Konstrukt, dass viel Fingerspitzengefühl, Planung und Geduld beansprucht.

Künftig

Im Laufe der nächsten Wochen arbeiten wir an den “neuen Kunststoffreport”. Die Idee scheinen ausgereift genug, um sie auszuprobieren.

Wie oben beschrieben wird es mehrere unterschiedliche Inhaltsarten geben:

1. Sehr ausführliche und vielfältig aufbereitete Inhalte. Sie ergänzen die bisherigen Artikel im Magazinteil. Wir stellen uns dabei vor, ein Thema auf ganz unterschiedliche Arten zu beleuchten. Nicht nur mithilfe von Texten kann das passieren, sondern außerdem in Form von Audio- und Videoinhalten, Slides oder Downloads, und, und, und – sofern sich das anbietet und umsetzen lässt. Natürlich werden auch hier Gastautoren eine immer größere zentrale Rolle spielen.

Bereits veröffentlichte Inhalte werden künftig zudem nach Erscheinen durchaus erweitert, wenn es wichtige neue Erkenntnisse, Tipps und Hinweise gibt. Schließlich ist es eine weitere Stärke des Internets, dass es kein klassisches Archiv mehr geben muss, sondern dass sich Geschichten auch über Jahre hinweg entwickeln können.

2. Sehr kurze und dafür sehr schnelle übersichtliche Inhalte. Das werden die Linktipps, Produktnews, … wie sie heute schon gab und auch teils im Kunststoffreport-Twitter-Account und den anderen Sozialen-Netzwerkseiten von Kunststoffreport gab. Sie sind dafür da, den Leser auf sehenswerte Seiten, interessante Diskussionen, praktische Tools und mehr aufmerksam zu machen – schnell, pragmatisch und unterhaltsam.

3. Sind genau die Erweiterungen, die noch geheim bleiben müssen, aber die Kunststoffreport Seite erst richtig interessant machen werden. Es sind einige beachtenswerte Projekte, die derzeitig sehr viel Planung und entwickeln in Anspruch nehmen.

In den nächsten Wochen kann es also leider ab und an passieren, dass es hier zunächst noch ein bisschen ruhiger zugehen kann – aber dann wisst Ihr jetzt zumindest, warum ;-)

Wir sind uns sicher das Euch das neuen Kunststoffreport noch besser gefallen wird und vielleicht gibt es durchaus auchendlich noch mehr Anlässe, gemeinsam an etwas zu arbeiten. Uns würde es sehr freuen, euch hier die Plattform für die Kunststoffbranche zu bieten, nach der ihr euch so sehnt.

Eines ist versprochen: Es wird hier noch umfangreicher und besser vorangehen. Also: bleibt dran! Und wer den Kunststoffreport-RSS-Feed noch nicht abonniert hat, sollte das jetzt vielleicht nachholen. ;-)

PS: Wie sich die Verlage die Zeitung von morgen vorstellen können, zeigt das folgende Video.



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Der Autor


Herausgeber von Kunststoffreport.de Gelernter Verfahrensmechaniker für Kunststoff- & Kautschuktechnik. Nach seiner Lehre als Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik startete er neben seiner Arbeit an der Abendschule sein Technisches Abitur, dass er im Februar 2010 erfolgreich beendete. Seit Sommer 2010 studiert er Kunststofftechnik.

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Leserkommentare: 3 Kommentare

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Kunststoffreport erwähnt. Kunststoffreport sagte: Kunststoffreport`s Zukunft: ein radikal neuer Ansatz?! – http://b2l.me/vb4db [...]

  2. Lars sagt:

    Mir gefallen besonders die Artikel gut wo etwas erklärt wird. Die Nachrichten neuer Produkte stehen eher an zweiter Stelle, aber sollen trotzdem nicht verschwinden. EIne klare Trennung wäre gut.

    Freue mich schon auf die neue Seit und hoffe es hält das was hier versprochen wurde.

  3. Anton Weber sagt:

    Mehr Anleitungen und Trick awürden mir ebenfalls gut gefallen. SOnst gefällt mir die Internetseite sehr gut.

    Grüße aus den Norden

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