[ 4.Apr 2011 | |No Comment ]
Kunststoffverbände

Gemeinsam gegen die Verschmutzung der Meere

Auf Initiative der europäischen Kunst­stoffindustrie wurde von 47 Kunststofforganisationen aus aller Welt nun eine gemein­same Erklärung „Joint Declaration for Solutions on Marine Litter” unter­zeich­net. Das im Rahmen der 5. International Marine Debris Conference in Hawaii vorgestellte Papier umreißt klare Ziele für das Handeln der Industrie und wirbt für eine enge Zusammen­arbeit einer Vielzahl unterschiedlicher Akteure, um gemeinsam substanzielle Fortschritte in Sachen Meeresschutz zu erzielen.

Die Erklärung erfasst in groben folgende Sechs-Punkte-Strategie:

  • Zusammenarbeit im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften zur Vermeidung von Meeres­abfällen.
  • Zusammenarbeit mit der Wissenschaft, um zu einem besseren Verständnis von Trag­weite, Herkunft und Auswirkungen von Abfällen im Meer und zu Lösungen zu gelangen.
  • Förderung umfassender, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen fußender politischer Vorgehensweisen, sowie der Durchsetzung bestehender Gesetze, um Meeresabfälle zu vermeiden.
  • Verbreitung des Best-Practice-Ansatzes in der Abfallwirtschaft, insgesamt und insbesondere in Küstenregionen.
  • Verbesserung der Möglichkeiten zur Verwertung von Kunststoffabfällen.
  • Begleitung von Transport und Vertrieb von Kunststoffgranulaten und Erzeugnissen an die Kunden der Kunststoffindustrie sowie zur Förderung dieser Praxis in der gesamten Lieferkette.
Die internationale Kunststoffindustrie will gegen die Verschmutzung der Weltmeere vorgehen.

Die internationale Kunststoffindustrie will gegen die Verschmutzung der Weltmeere vorgehen.

Die Kunststoffindustrie ist in Anbetracht der Tatsache, dass die Vermüllung der Meere zahlreiche unterschiedliche Ursachen hat und dieser Herausforderung nicht von einer Gruppe von Akteuren allein zu begegnen ist, entschlossen, auf europäischer wie auf internationaler Ebene daran zu arbeiten, die Probleme mit vielen Stakeholdern gemeinsam anzugehen.

Jacques van Rijckevorsel, Präsident von PlasticsEurope, erklärt dazu: „Kunststoffabfälle in der Umwelt sind nirgends hinnehmbar. Diese Erklärung der globalen Kunststoffindustrie wird eine Katalysatorwirkung für konkretes Handeln im nationalen, regionalen und internationalen Rahmen entfalten. Es ist unerlässlich für unsere Industrie, zu einer spürbaren Verringerung von Meeresabfällen beizutragen.”

Zusammenarbeit sämtlicher Organisationen

Man schätzt, dass wegen schlechten Abfallmanagements heute über 80 % aller Meeres­abfälle vom Land aus in die Meere eingetragen werden. Deshalb kooperiert die euro­päische Kunst­stoffindustrie schon heute mit Behörden, nichtstaatlichen Organisa­tionen, Wissen­schaftlern und weiteren Akteuren, um Lücken im Abfallmanagement in ganz Europa zu finden und anzugehen. PlasticsEurope unterstützt die neuerliche Schwer­punktsetzung der Europä­ischen Union auf Meeresumwelt und will die enge Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen und nationalen Regierungen im Rahmen der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie der EU und damit verbundener Initiativen gerne fortsetzen. Jacques van Rijckevorsel: „Kunststoff trägt ganz erheblich dazu dabei, unsere Lebensqualität zu verbes­sern, Ressourcen zu schonen und Innovationen zu ermöglichen. Doch muss Kunststoff verantwortungsbewusst verwendet und am Ende des Lebensweges recycelt oder energetisch verwertet werden. Indem sie dazu beitragen, dass Kunststoffabfall nicht auf Deponien landet oder gar im Meer endet, können die Länder Europas maßgeb­lich zur Problem­lösung beitragen. Die europäische Kunststoffindustrie ist entschlossen, diese Anstrengungen in den kommenden Monaten und Jahren an vorderster Stelle voran zu treiben.”

Sämtliche führende Organisationen haben die „Joint Declaration” unterzeichnet

· ACC, American Chemistry Council, Washington, USA

· ANAIP, Spanish Association of Plastics Industry, Madrid, Spain

· ANAPE, Asociación Nacional de Poliestireno Expandido, Madrid, Spain

· ANDIMAT, Asociación Nacional de Fabricantes de Materiales Aislantes, Madrid, Spain

· ANIPAC, Asociación Nacional de Industrias del Plástico, Asociación Civil, Mexico

· APIP, Associacao Portuguesa da Industria de Plasticos, Lisbon, Portugal

· ASECONP, Asociación Española de Fabricantes de Contenedores Plásticos para Residuos Urbanos, Madrid, Spain

· ASEMUPLAST, Asociacíon de Empresarios del sector Plástico de la región de Murcia , Spain

· ASEPUR, Asociación Española de empresas de polyuretano , Madrid, Spain

· ASETUB, Asociación Española de fabricantes de tubos y accesoros plasticos, Madrid, Spain

· ASOVEN, Asociacíon Ventanas pvc, Madrid, Spain

· BAP, Bulgarian Association Polymers, Sofia, Bulgaria

· BPF, British Plastics Federation, London, United Kingdom

· CEP, Centro Español de Plásticos, Madrid, Spain

· Cicloplast, Madrid, Spain,

· CPIA, Canadian Plastics Industry Association, Ontario, Canada

· ECOPLAS Argentina SA, Buenos Aires, Argentina

· Elipso, Les entreprises de l’emballage plastique et souple, Paris, France

· Essencia, Belgium federation of the chemical industry and van life sciences, Brussels, Belgium

· EuPC, European Plastics Converter Association, Brussels, Belgium

· EuPR, European Plastics Recyclers, Brussels, Belgium

· FAMA, Asociación de Fabricantes de Articulos Monouso Reciclables, Madrid, Spain

· Federation de La Plasturgie, French Association of Plastic Converters, Paris, France

· Federplast, Belgian Federation of Plastics producers and Rubber products, Brussels, Belgium

· Fetraplas, Federacion Espanola de transformadores y manipuladores de plasticos, Madrid, Spain

· GPCA, Gulf Petrochemicals & Chemicals Association, Dubai, United Arab Emirates

· HGK, Croatian Chamber of Economy, Zagreb, Croatia

· IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V, Bad Homburg V.D.H, Germany

· IPI, Indian Plastics Institute, Mumbay, India

· JPIF, Japan Plastics Industry Federation, Tokyo, Japan

· KPIA, Korea Petrochemical Industry Association, Seoul, Korea

· KVS, Kunststoff Verband Schweiz, Aarau, Switzerland

· MMSZ, Association of Hungarian Plastics Industry, Budapest, Hungary

· MPMA, Malaysian Plastics Manufacturers Association, Selangor, Malaysia

· Muoviteollisuus ry, Finnish Plastics Industries Federation, Helsinki, Finland

· NRK, Dutch Rubber & Plastics Federation, Leidschendam, the Netherlands

· PACIA, Plastics and Chemical Industry Association, Melbourne, Australia

· PAFA, Packing and Film Association, Nottingham, United Kingdom

· PlasticsEurope, European Association of Plastics Manufacturers, Brussels, Belgium with regional centers in Frankfurt /Germany, London/United Kingdom, Madrid/Spain, Milano/Italy and Paris/France

· P&K, Plast och Kemiforetagen, Stockholm, Sweden

· Plastics Federation of South Africa, Gauteng, South Africa

· Plastindustrien, the Danish Plastics Federation, Copenhagen, Denmark

· Plastivida, Instituto Sócio-Ambiental dos Plásticos, Sao Paulo, Brazil

· PPIA, Philippine Plastics Industry Association, Caloocan City, Philippines

· SPI, Society of the Plastics Industry, Washington, United States

· SPPCR, Association of Plastics Industry of the Czech Republic, Prague, Czech Republic

· WVK, Wirtschaftsvereinigung Kunststoff, Bad Homburg, Germany

Hier finden Sie die „Joint Declaration for Solutions on Marine Litter” im Internet



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Der Autor


Herausgeber von Kunststoffreport.de Gelernter Verfahrensmechaniker für Kunststoff- & Kautschuktechnik. Nach seiner Lehre als Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik startete er neben seiner Arbeit an der Abendschule sein Technisches Abitur, dass er im Februar 2010 erfolgreich beendete. Seit Sommer 2010 studiert er Kunststofftechnik.

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