[ 17.Jan 2013 | |No Comment ]

Rüstzeiten in Spritzgussfertigung halbiert

Die  Wassermann AG ünterstützte den Spritzgießer  RKT Rodinger Kunststoff-Technik bei der Prozessoptimierung. Die Rüstzeiten konnte teilweise bis zu 50% reduziert werden.

Um bei schwankender Auftragslage flexibel in kleineren Losgrößen fertigen zu können, hat die RKT Rodinger Kunststoff-Technik die Werkzeugwechselzeiten in der Spritzgussfertigung optimiert. Unterstützt wurde das Unternehmen dabei durch das Prozess- und IT-Beratungsunternehmen Wassermann AG. Das Optimierungsprojekt rund um das Thema Rüstzeiten war bereits das zweite gemeinsame Projekt. 2011 hatten es beide Unternehmen geschafft, die Bestände innerhalb von vier Monaten um 20 Prozent zu reduzieren.

Keine Angst vor kleinen Losgrößen

RKT Rodinger Kunststoff-Technik, Hersteller von Präzisions- und Hochleistungswerkzeugen für den Kunststoffspritzguss, fertigt im Auftrag von Unternehmen der Automobil-, Elektronik- und Medizintechnikindustrie. Die in der Spritzgussfertigung üblichen Werkzeugwechselzeiten waren bei den großen Produktionslosen der Vergangenheit wenig ins Gewicht gefallen. Als Antwort auf die sinkenden Losgrößen und den Kundenanforderungen nach einer flexibleren Auftragsfertigung suchten die Verantwortlichen der RKT Ende 2011 nach Möglichkeiten zu weiteren Prozessoptimierungen.

„Die Wassermann AG hatte uns schon in der Vergangenheit gut beraten und so zogen wir deren Berater hinzu, um nach Optimierungspotenzialen zu suchen“, sagt Lothar Maier, Geschäftsführer bei RKT. „Ein Werkzeugwechsel an Spritzgussmaschinen dauert eben seine Zeit, also vermeidet man ihn über die Losgrößen – das schien bis dato ein Gesetz im Spritzguss zu sein. Die gemeinsame Prozessanalyse aber zeigte uns, wo wir Zeit sparen konnten.“

Externes und internes Rüsten

Vor der Optimierung lag die durchschnittliche Rüstzeit bei 90 Minuten. Die RKT hat verschiedene Maschinen im Einsatz und so identifizierte und gruppierte das Projektteam zunächst die Maschinen, deren Werkzeugbestückung ähnlich abläuft. Die Wassermann-Berater nahmen an zwei Beispielmaschinen die Prozesse auf und registrierten alle Tätigkeiten. Die Analyse zeigte, dass eine ganze Reihe von Tätigkeiten als externes Rüsten zur Vorbereitung oder später als Nachbereitung parallel zur laufenden Fertigung erledigt werden konnte. Weiteres Potenzial erschloss die Standardisierung der Werkzeugperipherie, beispielsweise bei Anschlüssen für Heizschläuche.

„Die Rüstung wurde sehr individuell behandelt, obwohl RKT als Formenbauer die besten Voraussetzungen für eine Standardisierung hat und diese jetzt auch nutzt“, sagt Christoph Hummel, Projektleiter der Wassermann AG. „RKT konnte so die durchschnittliche Rüstzeit bei ausgewählten Produkten sogar halbieren.“ IT-seitig empfahl Wassermann ergänzende Werkzeugstücklisten, die die vorbereitende externe Rüstung absichern. Zudem wurde eine Anpassung der Planungsparameter an die neuen Prozesse vorgenommen, um die gewonnene Zeit in einer agilen Auftragsbearbeitung und Produktionsplanung optimal zu nutzen.



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Ein Beitrag der Kunststoffreport-Redaktion.

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