[ 5.Jan 2012 | |No Comment ]
Werkzeug- und Formenbau

Schneider Form in Hochform – 50 Jahre Formenbau

50 Jahre jung und in Hochform präsentierte sich Werkzeugbauer Schneider Form zum  Jubiläum. Rund 300 Partner und Kunden aus dem In- und Ausland begrüßte Dr. Louis Schneider bei der Schneider Form GmbH in Dettingen/Teck (D). Die Gäste erlebten Meilensteine, Technik zum Anfassen und einen kurzweiligen Gala-Abend über Pioniergeist und Vision(en) aus dem Schwabenland.

Auf 50 Jahre Entwicklung blickte Dr. Louis Schneider zur Begrüßung zurück. Er dankte den Mitarbeitern für ihr Engagement und den Willen zur Innovation: „Von unserer aktuellen Mannschaft kann ich sagen, dass es das beste Team ist, welches wir je hatten.“. In einer Bühnenshow wagte er einen Blick in die Zukunft und präsentierte ein Werkzeugprojekt im Jahre 2031 – als „Rundum-Sorglos-Paket aus der Schneider Datenwolke“.

Die Zukunft gestalten
Gastredner Eberhard Weiblen, von Porsche Consulting, lobte die Langwelligkeit des Unternehmens. Flexibilität, Augenmaß und Qualitätsorientierung eines Mittelständlers prägen den Willen zum Erfolg nach dem Motto: „Klarer Kurs – auch bei Wind und Sturm.“  Der Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, nahm sich die Zukunft der Automobilindustrie vor: Qualitätsverpflichtung, Mobilität, Energiekonzepte und Ressourcenschonung, so Prof. Bullinger, entscheiden über die Produkte der Zukunft.

Stoßfänger-Pionier
Das  jüngst von Schneider Form patentierte Optisize®-Prinzip für Stoßfängerformen war eines der Meilensteine, die den Besuchern gezeigt wurden. Optisize® ermöglicht es den Kunden, kompakte, stückkostenoptimierte Formen mit (deutlich weniger Optimierungsschleifen) nur zwei Bemusterungen zum SOP zu bringen. Auch die hauseigene Produktentwicklung stellte Ihre Kompetenz bei Front- und Rearends zur Schau. Sie wurde mittlerweile auch auf den Nutzfahrzeugsektor mit seinen hohen Steifigkeitsanforderungen ausgedehnt.

Know-how-Partnerschaften durch Schulung
Wie Dr. Louis Scheider am Rande der Veranstaltung betonte, baut er auf die vertikale Erweiterung seiner Wertschöpfungskette, auf eine gute Vernetzung mit Forschungseinrichtungen und auf ein besseres Kundenverständnis für die Prozesse des Formenbaus. Dazu werden in kundenspezifischen Schulungen Know-how-Partnerschaften gegründet. „ Manchmal reicht es einfach nicht aus alles nur ein bisschen besser oder schneller zu machen.“

Investitionsvolumen deutlich ausgebaut
Drei neue HSC-Bearbeitungszentren waren Anlaufpunkte des Abends. Nach Aussage des Unternehmens wird mit den derzeit modernsten Methoden der Frästechnik eine um 35 % schnellere technische Bearbeitungszeit möglich. Das Investitionsvolumen der Schneider Form betrug 2011 rund 3,5 Mio. EUR in Dettingen und 1 Mio. EUR in Portugal.

Carbonfasertechnik kommt gut an
Aus dem Stand heraus, hatte sich Schneider Form gut auf das neue Thema Carbonfasertechnik (CFK) eingestellt. In der RTM- und Pre-Form-Technik für Carbonfaserteile konnte Schneider Form 2011 sehr erfolgreich Fuß fassen. Ein spezielles Team bearbeitet diesen neuen und hoch dynamischen Geschäftsbereich so erfolgreich, dass mittlerweile selbsttragende Strukturbauteile und ganze Monocoques aus Schneider Formen entstehen. Der moderne Leichtbau öffnet auch für Magnesium- und Aluminiumlegierungen im Druckguss neue Horizonte, war aus dem Kundenkreis zu hören.

Ausblick
Aus dem 1961 auf einer 20.000qm-Obstwiese gegründeten Unternehmen seines Vaters Dr. Peter Schneider, sei ein international operierender Werkzeug- und Formenbau entstanden, der globale Lösungen anbieten kann, betonte Dr. Louis Schneider. „Das war nur möglich, weil unsere Kunden an uns geglaubt haben und das nötige Vertrauen hatten.“, so Dr. Louis Schneider. Derzeit erlebe das Unternehmen eine sehr positiv dynamische Entwicklung an allen Standorten, mit Schwerpunkten in Mitteleuropa und China. Für 2011 rechnet Schneider Form bei knapp 300 Mitarbeitern  mit einer Gesamtleistung von rund 42 Mio. Euro. Das wäre, passend zum Jubiläum und als Lohn der Mühe, das beste Ergebnis (der höchste Output) des Unternehmens seit Bestehen.



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Ein Beitrag der Kunststoffreport-Redaktion.

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