[ 23.Okt 2012 | |No Comment ]

Strategien gegen den Kostendruck

Mit einer Neuauflage seines Branchenbenchmarks will der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) Unternehmen und dem gesamten Industriezweig Anregungen für die wichtigsten Entscheidungsfelder in Betrieben der Kunststoff verarbeitenden Industrie geben.

Diagramm: Preisindex Vergleich 1. Halbjahr 2010 – 2012 – Die Branche kann die Materialpreissteigerungen nur unzureichend weitergeben.

Die Kunststoffverarbeitung zählt seit Jahren zu den wichtigsten Wachstumsbranchen. Rund 2.800 Kunststoffverarbeitungsunternehmen sorgen in Deutschland für eine Vielzahl innovativer Produkte. Gleichwohl steht die Branche vor vielfältigen Herausforderungen. Steigende Energiekosten erfordern die energieeffiziente Gestaltung der Betriebsorganisation und -technik, der Mangel an Fachkräften verlangt von den Unternehmen neue Wege im Personalmanagement und volatile bzw. steigende Materialpreise erfordern Strategien zur kostenbewussten Beschaffung von Rohstoffen. Viele Unternehmen befinden sich zudem in einer Sandwich-Position zwischen großen Zulieferern und mächtigen Abnehmern, die wie der Preisindex des statistischen Bundesamtes zeigt, eine Kostenweitergabe gar nicht oder nur unterproportional zulassen. Ohne die marktgerechte Positionierung und Strategie kann es in dieser Marktlage für die Unternehmen existenzbedrohend sein.

Mit einer Neuauflage seines Branchenbenchmarks will der GKV den teilnehmenden Unternehmen und dem gesamten Industriezweig Anregungen für die wichtigsten Entscheidungsfelder in Betrieben der Kunststoff verarbeitenden Industrie geben. In langer Tradition nutzen die Mitgliedsunternehmen der GKV-Trägerverbände AVK, IK, pro-K und TecPart und andere Branchenvertreter diese Methode, um ihre betriebliche Leistung in einer anonymisierten Untersuchung miteinander zu vergleichen. Mit den Ergebnissen können auch die Forderungen, der Qualitätsmanagementnormen ISO 9001 und ISO TS 16949 erfüllt werden.

Nachdem krisenbedingt mit dem Jahr 2009 der Benchmark ausgesetzt wurde, wird er in diesem Jahr erneut und überarbeitet aufgelegt. In Zusammenarbeit mit dem anerkannten Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte wurden zwei ineinandergreifende Fragebögen entwickelt. Während die Kurzversion eine schnelle Standortbestimmung durch einen Branchenbenchmark ermöglicht, erlaubt die ausführlichere Fassung ein tiefergehendes Benchmarking, welches stärker auf die operative Exzellenz, Qualität, Nachhaltigkeit und Fertigungstechnologie auf Basis der letzten drei Geschäftsjahre eingeht.
Der Befragungszeitraum ist auf acht Wochen angesetzt und endet am 30.11.2012. Die Ergebnisse, die bis Februar 2013 in einer individuellen Studie aufbereitet werden, liefern den Teilnehmern einen exklusiven Blick auf ihre Position im Vergleich zur Branche. Zudem wird für die Teilnehmer ein weiterführendes Seminar zum Austausch von „Best Practice-Lösungen“ angeboten.

Michael Weigelt, im GKV verantwortlich für Statistik, Marktforschung und Zulieferthemen, formuliert die Motivation für diesen Benchmark: „Ziel dieses Betriebsvergleiches ist es, den deutschen Kunststoffverarbeitern, insbesondere aber den teilnehmenden Unternehmen Strategien und Daten an die Hand zu geben, mit denen sie sich zukünftig noch erfolgreicher am Markt behaupten können“.

Der Fragebogen zum Branchenbenchmark steht Ihnen HIER  zum Download zur Verfügung.



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Ein Beitrag der Kunststoffreport-Redaktion.

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