[ 25.Apr 2010 | |One Comment ]
Transparenz auf den Arbeitsmarkt

Ingenieure nun mit Ausweis

engineering cardDer Berufsausweis “engineerING card” für Ingenieure wurde vergangende Woche erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert und kann seit dem 20. April 2010 beantragt werden.

Doch was soll ein Berufsausweis für Ingenieure bringen?

Sicherlich keine Vergünstigungen in irgendwelche Freizeitparks, sondern den europäischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen erleichtern. Denn dies wird von der EU seit 2005 in der Richtlinie 205/36/EG von ihren Mitgliedsstaaten gefordert wird.

Den meisten wird sicherlich die Frage kommen, ob dafür nicht schon die einheitliche europäische Hochschulwesensreform, mit dem Namen “Bologna-Prozess(Bachelor -Master)” eingerichtet worden ist, mit den gleichen Zielen (Förderung von Mobilität, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungsfähigkeit). Auf Nachfrage von Kunststoffreport.de, erläutert der Bereichsleiter Beruf und Gesellschaft des VDI Lars Funk ,,Ich würde sagen, dass die engineerING card den Bologna-Prozess ideal ergänzt. Ein wesentliches Ziel des Bologna-Prozesses ist es, die internationale Mobilität der Studierenden zu erhöhen. Die engineerING card sorgt dafür, dass die so erworbenen Qualifikationen auch auf dem Arbeitsmarkt optimal eingesetzt werden können. Im Klartext: Ein Arbeitgeber muss auf Anhieb einen realistischen Überblick über die Qualifikationen von Bewerbern bekommen, unabhängig davon, in welchem Land diese Qualifikationen erworben wurden. Ebenso darf ein Ingenieur nicht vor bürokratische Hürden gestellt werden, wenn er sich in einem anderen europäischen Land bewerben will.”

Registerauszug ingenieure engineerING card vdi

Voraussetzung

Grundvoraussetzung für die engineerING card ist ein erfolgreich abgeschlossener ingenieurwissenschaftlicher Studiengang an einer anerkannten Hochschule, die auch die Kriterien des “Bolgona-Prozess” erfüllen. Weiterbildungsmaßnahmen werden vom Fachgremium auf Anerkennung geprüft und anschließend in einer zentralen Datenbank erfasst.

Somit sollen Ingenieure demnächst bei einer Bewerbung neben ihren Schreiben nur noch den Registerauszug der engineerING card, der neben beruflichen Qualifikationen auch persönlichen Daten und ein Foto enthält, mitschicken.

Kosten & Antrag
Beantragt kann die Karte online unter www.engineering-card.de. Benötigt werden u.a. dafür ein Lichtbild, eingescannte Unterschrift, elektronischer Nachweis über die Qualifikationen, die eingetragen werden sollen. Für Mitglieder eines der Ingenieuren-Trägerverbände kostet die Karte einmalig 95 Euro, für Nichtmitglieder 225€. Die Karte wird 10 Jahre gültig sein und kann zu jeder Zeit über aktuellen Weiterbildungsmaßnahmen und Berufserfahrungen aktualisiert werden.



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Der Autor


Herausgeber von Kunststoffreport.de Hauptberuflich: Verfahrensmechaniker für Kunststoff- & Kautschuktechnik im Technikum. Nach seiner Lehre als Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik startete er neben seiner Arbeit an der Abendschule sein Technisches Abitur, dass er im Februar 2010 erfolgreich beendete. Seit Sommer 2010 studiert er Kunststofftechnik.

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Leserkommentare: 1 Kommentare

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Kunststoffreport, Tamer erwähnt. Tamer sagte: Mehr Transparenz auf den europäischen Arbeitsmarkt durch den Ingenieursausweis ( http://bit.ly/9M3Edn ) [...]

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