[ 7.Nov 2012 | |No Comment ]

Veranstaltung „Ressourceneffizienz in der Kunststoffindustrie“

„Die Kunststoffindustrie ist Teil der Lösung, nicht des Problems.“ Das ist die Aussage von Dr. Heinz Baues, Ministerialdirigent im NRW-Umweltministerium, auf der Auftaktveranstaltung zum Themenkomplex  „Nachhaltigkeit“, die kunststoffland NRW  zusammen mit der SIHK zu Hagen  und dem Kunststoffinstitut Lüdenscheid durchgeführt hat.  Die Kunststoffindustrie wird also gerade in Umweltfragen zunehmend als Problemlöser wahrgenommen.

Diese Einschätzung wird die ca. 100 Teilnehmer der Veranstaltung gefreut haben.  Dr. Heinz Baues betonte  die Innovationskraft der Kunststoffindustrie und ihren Beitrag zur Ressourcenschonung. Wie dies in der Praxis aussehen kann, erläuterte Dr. Dirk Van Meirvenne, Geschäftsführer von Bayer Technology Services, anschaulich anhand von zwei aktuellen Projekten. Vorgestellt wurde ein neues Verfahren zur Chlorherstellung, mit dem der Stromverbrauch um bis zu 30% gesenkt werden kann. „Die Chlorherstellung verbraucht in Deutschland 3% des gesamten Stromes. D.h. bei flächendeckender Einführung des Verfahrens könnte der Verbrauch um einen Prozentpunkt verringert werden“, erklärte Van Meirvenne. Zudem arbeite Bayer daran, Kohlendioxid als Grundstoff für Polyurethan zu nutzen.  Durch innovative  Kunststoffanwendungen sieht Van Meirvenne im Gebäude- und Automobilbau noch enorme Einsparpotentiale – Chancen letztlich auch für viele Kunststoffverarbeiter, die in diesem Segment aktiv sind.

In der anschließenden Podiumsdiskussion setzten sich die Teilnehmer mit dem scheinbaren Widerspruch “Kunststoff-Nachhaltigkeit“ auseinander. Wie können die positiven Beiträge des Werkstoffs Kunststoff zum nachhaltigen Wirtschaften noch deutlicher werden? Und: Wie kann die Branche selbst noch sorgsamer mit den knappen Ressourcen umgehen?  Dr. Bärbel Naderer betonte, dass der Verein kunststoffland NRW sich hier in der Rolle des Mittlers sieht und konkrete Hilfestellung für den Mittelstand geben will, um „Wissen zusammenzubringen“.  Von der Politik erhofft sie sich angesichts der neuen Herausforderungen eine Entbürokratisierung der Förderpolitik, da die aktuelle Praxis  die Kapazitäten der KMUs überfordere.



Zum Beitrag

Weiterführende Links zum Beitrag:

Weitersagen:

Tags:

Ähnliche Artikel

Der Autor


Ein Beitrag der Kunststoffreport-Redaktion.

zurück nach oben ↑

Deine Meinung ist hier gefragt. Schreibe einen Kommentar!

Mit echten Menschen lässt es sich leichter kommunizieren! Ihr könnt hier offen eure Meinung zu dem Artikel sagen, aber bitte beachte die Netiquette und vermeide es andere zu beleidigen.

Pflichtfelder sind mit * markiert.