[ 9.Jun 2011 | |No Comment ]
Werkstoffprüfung

Schlauchschellen aus Kunststoff besteht Stresstest

Zwölf Monate in Kerosin eingelegt – ein echter Belastungstest für Schlauchschellen aus Kunststoff.  Ohne Schäden überdauerten die Hochleistungskunststoffe den Test des Luftfahrtzulieferers Amphenol Corporation. Der US-amerikanische Hersteller prüfte seine Steckverbinder-Produkte unter Extrembedingungen, indem er sie ein Jahr lang in Kraftstoff lagerte. So wird gewährleistet, dass die Teile dauerhaft im Kontakt mit aggressiven Chemikalien wie Turbinentreibstoff und Hydraulikflüssigkeiten eingesetzt werden können.

365 Tage legte Amphenol spritzgegossene P-Schellen aus glasfasergefüllten Victrex PEEK Polymeren in Kraftstoff ein. Dafür mussten die Teile in einem Behälter, gefüllt mit Flugzeugkraftstoff, bei Raumtemperatur zwölf Monate lang aushalten. „Die Ergebnisse zeigen, dass es keine sichtbaren Zeichen des Aufweichens, Aufquellens oder einen Verlust der Haftung zwischen dem Fluorsilikonkissen und PEEK bei der eingelegten Probe gibt“, sagt Jocelyn Belanger, Senior Design Engineer bei Amphenol. Die absolute Festigkeit jeder P-Klemme nach dem Test war größer als die Traglast von 556N (125lbf) und mit einer durchschnittlichen maximalen Traglast um 28 Prozent höher als die Lastannahme. „Auch unter Einfluss von Flugzeugkraftstoff behält Victrex PEEK ihre Eigenschaften, was entscheidend dafür ist, dass die P-Klemmen als Halterung für Hydraulikschläuche und Kabelbäume eingesetzt werden können“, stellt Belanger zufrieden fest.

Victrex PEEK vereint die gewünschten Materialeigenschaften mit der hohen Flexibilität von thermoplastischen Verarbeitungsprozessen. Durch Funktionsintegration kann die Anzahl der Teile reduziert werden: die Produktionseffizienz steigt und die Herstellkosten sinken. Zudem zeichnet sich PEEK in weiteren Schlüsselfaktoren der Luftfahrt aus. Das Hochleistungspolymer behält seine Materialeigenschaften auch unter widrigen Bedingungen in Kontakt mit Chemikalien wie Turbinentreibstoff und Hydraulikflüssigkeit bei. Victrex PEEK Polymere sind außergewöhnlich beständig gegen eine Reihe von Säuren, Laugen und Kohlenwasserstoffen. Für den Langzeiteinsatz von verschiedenen Bauteilen erweisen sich diese Materialeigenschaften als entscheidend. Andere Tests belegen, dass PEEK eingelegt in Hydraulikflüssigkeit bei 70 °C nach 1.000 Stunden weniger als zehn Prozent nominale Materialveränderung erfährt.

In der Luft- und Raumfahrt müssen Materialien speziellen Anforderungen gerecht werden. Dazu zählt nicht nur geringes Gewicht der Bauteile, sondern auch mechanische Festigkeit und Dimensionsstabilität bei hohen Temperaturen. Die Ziele der entsprechenden Industriestandards liegen auf der Hand: Kosteneinsparung durch niedrigen Treibstoffverbrauch, lange Einsatzfähigkeit der einzelnen Bauteile, schwere Entflammbarkeit des Materials bei geringstmöglicher Rauchentwicklung und Toxizität des Rauchs. Diese Anforderungen erfüllt das Hochleistungspolymer Victrex PEEK in besonderem Maße. Aus diesem Grund findet es in diesem Bereich immer mehr Verwendung.

Aufgrund ihrer Hochleistungseigenschaften einschließlich der chemischen Beständigkeit und relativ geringem Gewicht eignet sich Victrex PEEK, um Metalle, Duroplaste und andere Kunststoffe in zahlreichen Anwendungen zu ersetzen.



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Ein Beitrag der Kunststoffreport-Redaktion.

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